Flop der Ortsbusse


geschrieben am: 27.06.2016 in Kategorie(n): Presse

 

 

Ortsomnibusse in Hüls kläglich gefloppt ?

Die mit viel Brimborium zum 1. Mai vorgestellten neuen Ortsbusse 045 und 049 anstelle des einen Ringbusses in Hüls sind schon nach wenigen Wochen der Erprobungsphase gefloppt. Der Hülser Bezirksverordnete Wolfgang Eitze sieht die Ursache in der Einführung eines Pendelverkehrs unter Außerachtlassung einer sinnvollen Querverbindung im Hülser Norden von Hüls-West (Wohngebiet ‚Leidener Straße‘) nach Hüls-Ost (Friedhof, ‚Cäcilien-Klinik‘). Zur Zeit wird den Anwohnern die „bequeme“, halbstündige Stadtrundfahrt mit dem 049er Bus    in den Hülser Süden und Umsteigen in den 045 zurück in den Norden zugemutet.
Und das Ganze auf dem Rückweg noch einmal.
Bereits im Herbst 2014, als dieses Projekt zum ersten Mal von der SWK mobil, Herrn Guido Stilling, in der Hülser Bezirksvertretung vorgestellt wurde, reklamierte Eitze dieses Manko. Das Resultat lässt sich bei einem Besuch der Außengastronomie rund um den Hülser „Dom“ am Hülser Markt mit Blickrichtung auf die ‚Kreuzstraße‘/ Ecke ‚Rektoratsstraße‘ gemütlich bei einem Bierchen beobachten: der Ortsbus 045 ist ein Geisterbus – null Fahrgäste. Dem 049 ergeht es nicht anders, ausgenommen morgens kurz vor Schulbeginn und mittags kurz nach Schulschluss: dann ist dieser Bus zweimal am Tag picke-packe voll, mit Schulkindern. Ansonsten können aus dem Fahrkartenverkauf noch nicht einmal die Kosten für die Betriebsstoffe gedeckt werden.
In einem offenen Brief hat Eitze der SWK mobil einen Vorschlag unterbreitet, wie dieses Manko zu beseitigen ist: zwei gegenläufige Ringbusse, deren Streckenführung einen Begegnungsverkehr an einer unverträglichen, sprich zu schmalen Stelle, vermeidet, weil erst gar kein Begegnungsverkehr stattfindet. Gleichzeitig wird dabei die Taktung innerhalb von Hüls verdoppelt. Der Fahrgast hat die Wahl, links oder rechts herum zu fahren. Der Hülser BZV-Verordnete fordert die SWK mobil dazu auf, diese Geldvernichtung und Umweltverschmutzung durch leere, hin- und herfahrende Busse nicht wie geplant bis 2017 weiter fortzusetzen. Es sei stattdessen unbedingt ein Umdenken und eine kurzfristige Änderung des temporären Versuchsmodells notwendig und ein sinnvoller Neuanfang einer bisher sinnlosen Aktion zu treffen.
Und die Haltestelle ‚Hülser Markt‘ des 045er Busses sollte schnellstens weg vom ‚Kaiser´s‘-Supermarkt auf die andere Seite zwischen ‚Krefelder Straße‘ und ‚Schulstraße‘ verlegt werden.

 

gelesen in Beverly Hüls am 27.06.2016