Bebauungsplan für Gärten soll eingeleitet werden


geschrieben am: 28.01.2016 in Kategorie(n): Presse

SPD, Grüne und FDP haben das Planverfahren als Tagesordnungspunkt für die Sitzung der Bezirksvertretung in Hüls beantragt

Gegner der Bebauung haben nach eigener Aussage 70 Mitglieder

Bei dieser wird wohl auch eine ganze Reihe von Gegnern der Pläne vor Ort sein. Die Vertreter der Gruppe „Die grüne Lunge von Hüls erhalten“ beispielsweise traf sich unter der Woche zu einer Versammlung. Diese Gruppe besteht aus Anwohnern und Eigentümern des dortigen Gartengebietes. Rund zwanzig Menschen waren bei einem ersten Treffen vor Ort und bekundeten ihre Bedenken zu den Plänen von SPD, Grünen und FDP, mit denen sie so gar nicht einverstanden sind. „Insgesamt sind es ungefähr siebzig Menschen, die gegen die Pläne vorgehen wollen“, erklärte ein Gruppenmitglied, das aber anonym bleiben wollte (Name der Redaktion bekannt). Man wolle einen Gegenpol bilden, um die Politik deutlich darauf hinzuweisen, dass zumindest eine eingehende Prüfung des auch von der CDU präferierten Baugebietes Hüls Süd-West vorgenommen werden sollte. … „Mit einer partiellen Realisierung des Baugebietes Hüls Süd-West könnten die ansonsten im Areal ‚Fette Henn‘ eintretenden Verkehrs- und Umweltbelastungen für Alt- und Neubürger vermieden werden“, so Timo Kühn.

Klaus-Dieter Ohlig (FDP) kritisiert Entwurfsplan von Karl Amend

Wie der Bebauungsplan am Ende aussieht, ist derzeit noch nicht abzusehen, da nicht nur die Opposition, sondern mit der FDP auch ein Teil der Mehrheit einen ersten Entwurfsplan durch den Architekten Karl Amend in seiner Ursprungsform ablehnt. „Der dort vorgestellte Entwurfsplan, der von einem privaten Planungsbüro erarbeitet wurde, zielt durch die Vielzahl und Anordnung der Ein- und Mehrfamilienhäuser auf eine möglichst wirtschaftliche Ausnutzung des Gebietes“, erklärt Ohlig Ziel sollte es nach Ansicht des FDP-Politikers sein, einen Bebauungsplan zu entwickeln, der alle ökologischen, klimatologischen und verkehrstechnischen Aspekte für diesen Bereich berücksichtigt.

Der parteilose Bezirksverordnete Wolfgang Eitze spricht sich ebenfalls gegen eine Bebauung des Kleingartengebietes aus, da der aktuelle Entwurfsplan aufgrund der extremen Bebauungsdichte weder kleinteilig sei, und erst recht nicht ökologisch und klimatologisch rücksichtsvoll.

(Quelle: WZ/Steffen Hoss)