Blühstreifen


geschrieben am: 26.04.2017 in Kategorie(n): Presse


Landwirtschaftliche Flächen: Grenzbereiche nutzen

Unter dieser Überschrift produzierte sich  Ratsfrau Anja Cäsar, umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Krefelder Stadtrat, in der Lokalpresse. Vorgesehen sind dafür Saumstreifen, Grenzbereiche zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen und Wegen und Straßen im Orbroicher Bruch, im Sinne der Natur nutzbar zu machen.
Dieser Vorstoß ist durchaus begrüßenswert und unterstützungswürdig. Wenn da nicht ein erheblicher Widerspruch drin stecken würde. Wörtlich heißt es: „Der Vorschlag der Grünen geht nun dahin, …, um den fortschreitenden Verlust von Lebensraum für viele Insekten und Kleintiere entgegenzuwirken.“ Der stellvertretende Hülser Bezirksvorsteher Günter Föller ergänzt, dass in ausreichendem Umfang Flächen vorhanden seien, deren Umnutzung spürbare Effekte erzielen würden.
Dabei sind es ausgerechnet jene Grünen, die den fortschreitenden Verlust von Lebensraum für viele Insekten und Kleintiere vorantreiben: sie forcieren die Zerstörung der natürlichen Heimat von Millionen Insekten sowie hunderten Vögeln und Kleintieren, indem sie sich für die Bebauung des jahrzehntelang gewachsenen biotopischen Kleinodes durch den BP-550 ‚Fette Henn‘ stark machen. Die Grünen brüsten sich damit, Naturschutz aus der Retorte zu betreiben beabsichtigen, ignorieren aber dabei, dass sie gleichzeitig angestammten Lebensraum vernichten. Die Rückkehr von vielen Insektenarten muss zweifellos herbeigeführt werden, aber was nützt das draußen zwischen Feldern und Äckern, wo weit und breit kein Baum und Strauch steht. Wo sollen Vögel dort nisten, brüten und ihren Nachwuchs großziehen? Im Bereich ‚Fette Henn‘ gibt es beinah unendlich viele Gelegenheiten dafür. Also hier zerstören und woanders bei null neu anfangen?
Nicht nur Föller spricht mit gespaltener Zunge,
Frau Cäsar hat im Stadtrat dem Bebauungsplan auch zugestimmt.

Übrigens: Als Pharisäer bezeichnet man im übertragenen Sinne einen
heuchlerischen, selbstgerechten Menschen mit Doppelmoral

Landwirtschaftliche Flächen: Grenzbereiche nutzen
(Quelle: RP Digital vom 24.04.2017)