Eine Hülse für Hüls


geschrieben am: 01.09.2017 in Kategorie(n): Presse


Eine Hülse für Hüls
Leserbrief des Dipl.-Biol. Ulrich W. Abts, Hinterorbroich 8

Was bei allen Diskussionen um das Bebauungsgebiet ‚Fette Henn‘ bisher überhaupt noch nicht beachtet worden ist:
Im schönsten Naturgarten von Hüls, da wo es noch unbelastete, aus Niedermoortorf entstandene Muttererde gibt, wächst das Wahrzeichen von Hüls, eine Hülse, dem Hüls seinen Namen verdankt (vgl. ‚Heimatblätter Hüls‘ 2016). Es handelt sich zwar nur um ein einzelnes Exemplar, das aber kulturhistorisch von besonderer Bedeutung ist, da es ein Abkömmling der allerersten Hülser Hülsen sein dürfte, was in einem dendrologischen Gutachten dringend überprüft werden sollte.
Aus den Samen des weiblichen Baumes ließe sich leicht ein ganzes Hülsenwäldchen entwickeln. Hier böte es sich an, für die Namenspatronin von Hüls einen Ehrenhain mit Infotafel einzurichten, um allen Hülsern, besonders aber der Jugend, die Gelegenheit zu geben, sich über ihren Symbolbaum zu informieren. Hier könnten geschichtsbewusste Hülser Politiker umsetzen, was viele Hülser fordern:
örtliche Identifikationssymbole schaffen!
Heimatbewusstsein fördern!
Profitgier hintanstellen –
bevor die Bagger anfahren, gibt es noch Zeit zur Umkehr.

(Quelle: HüMi 35/2017)

Dendrologie