Heute schon gekotzt ?


geschrieben am: 21.03.2017 in Kategorie(n): Presse


Unter diesem ‚Betreff:‘ habe ich heute den als .pdf-Datei anhängenden Presseartikel an die Kollegen von der CDU in der Bezirksvertretung Hüls weitergeleitet. In der ‚Westdeutschen Zeitung‘ vom 21. März 2017 wurde dem SPD-Ortsgruppenleiter und Stadtbezirksfraktionssprecherdarsteller in Hüls, Martin Reyer, eine Plattform zur Selbstdarstellung geboten, wie es sich für eine angeblich überparteiliche Zeitung nicht gebührt. Das Vorgehen der ‚WZ‘ ist nur noch vergleichbar mit dem früheren Zentralorgan der SED ‚Neues Deutschland‘ – Propaganda pur für die Partei. Selbstbeweihräucherung ist noch eine zurückhaltende Titulierung für das, was formatfüllend die Seite ‚Krefelder Stadtteile‘ verunstaltet:
Sein Herz schlägt für Hüls“. Was folgt ist eine Orgie an Lobhudelei für den Bezirksvorsteher und das, was die neue politische Konstellation in Hüls bisher angeblich erreicht hat.

Nach einigen Allgemeinplätzen über sich und die Zusammenarbeit mit dem Bezirksvorsteher geht es dann zur Sache. „Der 46-jährige hat klare Vorstellungen, zum Beispiel zur Verkehrssituation im Ort: ‚Die Leidener Straße‘ ist mir ein Dorn im Auge. Durch die stark befahrene Nebenstraße, die von Schülern überquert wird, werde schon immer gerast‘.“ Diese Stammtischplattitüde mit der Raserei zieht ja auch überall. Dabei gehört die ‚Leidener Straße‘ zum Vorbehaltsstraßennetz, d.h. hier ist eine Regelgeschwindigkeit von 50 km/h zwingend vorgeschrieben. Außerdem wurde sie durch zahlreiche Verschwenkungen  derart entschärft, dass es kaum noch möglich ist, diese
50 km/h überhaupt zu fahren. Reiner Populismus. „Deshalb setzt er sich für Tempo 30 in allen vergleichbaren Straßen von Hüls ein …“.
Es gibt in Hüls kaum noch Straßen, auf denen schneller gefahren werden darf.
Was kommt als nächstes? Hüls komplett als ‚Verkehrsberuhigte Zone‘? Die „Blaue Plakette“ für Hüls?
„Langfristig wünscht er sich auch eine Umgestaltung des Hülser Bahnhofs zum Umsteigebahnhof, bis zu dem auch die Straßenbahn fahren soll“. Die Verlängerung der Straßenbahnführung bis hierhin ist nicht nur längst Geschichte und noch töter als tot, sie ist endgültig und für alle Zeit begraben. Hüls braucht bestimmt kein ‚S21‘ für Arme. Aber es ist ein Herzenswunsch des Bezirksvorstehers, also muss das Thema weiter geköchelt werden.
„Wichtiger sind ihm aber zunächst aktuell anstehenden (Dr(e)uckfehler mit übernommen) Projekte: Da ist einmal das Freibad, das aus der Sportpauschale 90 000 Euro für die dringende Renovierung erhält.“ Das allerdings ist der Verdienst von CDU-Ratsherr und Stadtbezirksfraktionssprecher Timo Kühn, der lange Zeit auf die Beantragung der erforderlichen Finanzmittel gedrängt hat, bevor das Damoklesschwert Renovierung des Bockumer Badezentrums zuschlägt und alles Geld verschlingt, so dass für unser Freibad nichts mehr übrig bleibt.
Dazu ergänzend aus dem Protokoll der 17. Sitzung der BZV Hüls:
4.1 Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen Freibad Hüls
Herr Butzen verweist auf den der Einladung beigefügten gemeinsamen Antrag aller Fraktionen zum Freibad Hüls.
Beschluss: Der gemeinsame Antrag wird beschlossen.
„Und die Sanierung des Festplatzes steht an. Entgegen der von der Verwaltung präferierten Variante mit 74 PKW-Stellplätzen votierten SPD, FDP und Grüne für die Variante mit 82 Stellplätzen und getrennter Ein- und Ausfahrt.“ Hier schmückt sich schon wieder jemand mit einer Menge fremder Federn. Es waren die CDU und ich, die dieser Lösung nicht nur den Vorzug gaben, sondern diese auch entsprechend argumentierten. Die Anderen sind lediglich auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Der Vorschlag an die Stadtverwaltung erfolgte einstimmig und ist somit kein alleiniger Verdienst der Linkspopulisten, des Untergangs der abendländischen Kultur und Zivilisation mit der grünen Tarnfarbe und der Mehrheitsbeschaffungssplitterpartei.
Der Streit mit der CDU und dem Hülser SV über die Art der Renovierung der Burgbrücke sind ein Dauerthema, man streitet sich um des Kaiser´s Bart. Und überhaupt:
alles, was seit der letzten Kommunalwahl in Hüls geschaffen wurde, schlummerte jahrelang wegen des Krefelder Nothaushaltes in den Schubladen der Verwaltung. Bekanntlich ist ohne Moos nix los. Immerhin konnten Langzeitvorhaben wie der Kunstrasenplatz für die Bezirkssportanlage, die Renovierung der ‚Krefelder Straße‘ vom ‚Hülser Markt‘ bis ‚Auf dem Graben‘ realisiert werden, weil endlich wieder im Stadthaushalt normal gewirtschaftet wurde.
„Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir in Hüls wieder eine Säuglingsstation wünschen, damit Kinder auch hier geboren werden.“
Am selben Tag titelt die ‚Rheinische Post‘ in ihrer Ausgabe auf Seite 1:
Zahl der Geburtskliniken sinkt um 40 Prozent‘.
„Träumen darf man ja mal“, sagt er (M.R.), und weiter: „Klar will ich Ratsherr werden, …“
„Sein Herz schlägt für Hüls“, treffender hieße es: „Der Münchhausen von Hüls“!

Armes Hüls!

Hier der Artikel der WZ als pdf
Nebenbei bemerkt:
Fragt Politiker Ziege den Politiker Schnecke: „Ich bin größer, schneller, stärker und intelligenter als Sie.
Trotzdem verläuft Ihre politische Karriere viel besser als meine. Wie kommt das?“
Antwortet Politker Schnecke: „Ganz einfach, Sie müssen nicht meckern, sondern kriechen und schleimen!“