Hüls: Bezirksvertreter beschließen Schritte zur Rathaus-Sanierung


geschrieben am: 24.11.2016 in Kategorie(n): Presse


Krefeld. Die Bezirksvertretung Hüls hat in ihrer Sitzung gestern Abend beschlossen, die Verwaltung zum Thema Sanierung des Rathauses mit vier Aufgaben zu beauftragen. Erstens: Feststellung des Sanierungs-, Renovierungs- und Instandsetzungsbedarfs inklusive Herstellung der Barrierefreiheit. Zweitens soll sie die dafür nötigen Kosten darlegen und drittens Finanzierungsvorschläge erarbeiten. Viertens soll die Verwaltung für die Zeit der nötigen Arbeiten im und am Rathaus ein Konzept für die temporäre anderweitige Unterbringung des Bürgerservice, der Polizei und der anderen Dienststellen vorlegen. (Von Jochen Lenzen)

 
Der Antrag des parteiunabhängigen Bezirksverordneten Wolfgang Eitze auf Privatisierung des Rathauses und Zurückmietung durch die Stadt ging den anderen Fraktionen zu weit. Insbesondere die CDU (Timo Kühn: „Hände weg von unseren Rathäusern“) wehrte sich dagegen, dieses Modell zu inflationieren und sich in unnötige Abhängigkeit von Investoren zu begeben. Vielmehr sollten sukzessive Schwerpunkte für eine Renovierung festgesetzt werden. „Jawohl, das Rathaus ist renovierungsbedürftig, aber es soll im Besitz der Hülser bleiben, weil es ein Teil unserer Identität ist“, sagte Maria Schneider (Grüne). Martin Reyer (SPD), Klaus-Dieter Ohlig (FDP) und Günter Föller (Grüne) forderten Zahlen und Daten an, auf deren Grundlage weitergearbeitet und entschieden werden könne.
 
 
Trotz der Ablehnung des Antrags von Wolfgang Eitze auf Prüfung einer Privatisierung des Rathauses erkannte Bezirksvorsteher Hans Butzen (SPD) ihm gegenüber an, dass er bezüglich der dringenden Renovierung beziehungsweise Sanierung des Rathauses „den Stein ins Wasser geworfen“ habe und formulierte die eingangs aufgeführten Aufgaben. Dabei stimmten die Christdemokraten bei den unter Punkt eins aufgeführten Zielen nur der angestrebten Renovierung zu. Einstimmigkeit herrschte dann wieder bei den Punkten zwei bis vier.
 
(Quelle: RP v. 24.11.2016)