Hüls: Raus mit den unnützen Schienen


geschrieben am: 06.07.2017 in Kategorie(n): Presse


Krefeld. Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung, die verkehrsgefährdenden Gleise
im Bereich Schulstraße/Auf dem Graben zu entfernen und die Straße zu sanieren.
Auch die Lärmbelästigung im Burgpark wurde intensiv beraten. Von Jochen Lenzen

Wenn auf der Schulstraße südlich des Christian-Roosen-Platzes der Kanal erneuert wird,
sollen die unnützen Schienen herausgerissen werden, die schon lange unter der dünnen
Asphaltschicht ebenso sichtbar geworden sind wie das Kopfsteinpflaster und eine Gefahr
für Radfahrer und querende Senioren mit Rollatoren darstellen. Einstimmig beschlossen
die Verordneten der Bezirksvertretung Hüls bei ihrer Sitzung am Dienstagabend, das
Straßenstück bis Auf dem Graben zu sanieren, die Kosten festzustellen und darzulegen,
wer für die Finanzierung zuständig ist.

Auf Antrag von Wolfgang Eitze (parteilos) hatte Martin Lothmann vom Tiefbauamt Grundsätzliches
zu dem Thema ausgeführt. Demnach war 1989 in dem Bereich eine Fußgängerzone eingerichtet
worden, die sich aber kurz danach als untauglich erwies. Daraufhin seien die nie genutzten
Straßenbahnschienen mit einer dünnen Asphaltschicht belegt worden. Das Stück Schulstraße
zwischen Christian-Roosen-Platz und Auf dem Graben sei wohl das engste Nadelöhr in ganz Krefeld
und gleichzeitig ein intensiv genutzter Haltepunkt für Linienbusse. Eigentlich wären dort erhöhte
Buskaps für den barrierefreien Ein- und Ausstieg vonnöten. Das gehe aber nur, wenn die Straße
im Rahmen einer Sanierung tiefergelegt würde.

„Wenn Gleise unnütz geworden sind, gehen sie von der SWK an den Tiefbau über“, sagte Lothmann
mit säuerlichem Lächeln und bezifferte die Kosten für die beabsichtigten Maßnahmen auf
100.000 bis 135.000 Euro, Geld das bis 2020 nicht zur Verfügung stehe. „Wenn aber die SWK
dort Kanäle erneuert, sieht die Sache anders aus“, so Lothmann. Bauchschmerzen bereite ihm
jedenfalls die nötigen Verkehrsumleitung während der etwa vierwöchigen Bauzeit in dieser einzigen
Süd-Nord-Achse durch Hüls.

(Quelle: RP)

FOTO_Thomas Lammertz

Foto: Thomas Lammertz

 

 

 

 

 

 

 

 

RP online

 

Aus der Bezirksvertretung

Am Dienstagabend fand im Heinrich-Joeppen-Haus die 20. Sitzung der Hülser Bezirksvertretung statt.

Sanierung der Schulstraße zwischen ‚Christian-Roosen-Platz‘ und ‚Auf dem Graben‘
Auf Antrag des parteiunabhängigen Bezirksverordneten Wolfgang Eitze wurde über eine Sanierung der ‚Schulstraße‘ von der Fußgängerampel am Mühlencafé Hoenen bis zur Straße ‚Auf dem Graben‘ beraten. Die alten Straßenbahnschienen dort führen seit Jahren zu Unfällen mit Zweiradfahrern und der dünne Asphaltbelag in diesem Bereich bricht immer mehr auf. Martin Lothmann (FB Tiefbau) erläuterte, dass dort 1986 keine dickere Asphaltschicht aufgebracht wurde, weil dann Wasser in die Häuser fließen würde. Die Straße müsste erst tiefer gelegt werden. Allein schon diese Sanierung würde mindestens vier Wochen dauern und der Verkehr müsste in dieser Zeit womöglich über den ‚Hülser Markt‘ umgeleitet werden. Abgesehen davon wurde der Kanal in diesem Bereich noch nicht erneuert, und wenn man die Straße sanieren wolle, dann unbedingt gleichzeitig mit den Kanalarbeiten. In der Sitzung wurde einstimmig beschlossen, dass im Zuge einer Kanalsanierung auch die Straße gemacht werden soll. Martin Lothmann wurde gebeten, mal bei der SWK eventuelle Absichten anzufragen und einen Kostenvoranschlag für die Sanierung zu erstellen.

(Quelle: HüMi 27/2017)