Kapuzinerberg: Kreuz fehlt immer noch


geschrieben am: 21.02.2017 in Kategorie(n): Presse


Krefeld. Seit dem Bericht über das fehlende Kapuzinerberg-Kreuz im September vergangenen Jahres hat sich immer noch nichts getan. Von Gesprächen, die inzwischen geführt wurden, liegen noch keine Ergebnisse vor. Von Jochen Lenzen

Auf dem Kapuzinerberg stand einst ein schönes großes Gipfelkreuz – und davor eine Bank, von der aus man eine herrliche Aussicht auf Inrath und Krefeld hatte. Beides war durch die Jahrzehnte ihres Daseins und durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen worden und wurde vor etlicher Zeit zwecks Runderneuerung demontiert. Der Bürgerverein Inrath ließ daraufhin vor 13 Jahren für rund 1800 Euro ein von ihm und anderen Inrather Vereinen finanziertes Kreuz aus Edelstahl aufstellen. Dieses Kreuz war Anfang vergangenen Jahres aufgrund von Korrosionsschäden umgekippt. Seitdem herrscht auf dem Gipfel gähnende Leere. Das etwa sieben Meter hohe Kreuz wurde zum Betriebshof der Stadt Krefeld am Schroersdyk geschafft und repariert. Eigentlich sollte es, wie von unserer Redaktion im September berichtet, im Oktober oder November wieder aufgestellt sein.

Jetzt hat sich der parteiunabhängige Hülser Bezirksvertreter Wolfgang Eitze auf Bitten einer Inrather Bürgerin der Sache angenommen. „Obwohl es nicht meine Baustelle ist“, so Eitze, wandte er sich an die Stadtverwaltung. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Angelegenheit in die Verantwortung des Fachbereichs Grünflächen fällt. Von dort erhielt Eitze inzwischen von Arno Schönfeld-Simon eine Stellungnahme, laut der es Mitte 2016 einen Termin zwischen dem Bürgerverein Inrath, dem Ingenieurbüro Angenvoort – Kroth & Partner, der Metallbaufirma Ritter und der Abteilung Wald- und Forstwirtschaft der Stadt Krefeld stattgefunden habe, um eine Lösung zu suchen. Die in diesem Gespräch gefundene Lösung habe die Firma Ritter umgesetzt und das Kreuz repariert. Seit November 2016 befinde sich das reparierte Kreuz wieder auf dem städtischen Betriebshof. Geprüft werden müsse noch die Standfestigkeit der Bodenhülse und – nach Aufstellung des Kreuzes auf dem Kapuzinerberg – die Verkehrssicherung durch das Ingenieurbüro Angenvoort – Kroth & Partner.

Die Abteilung Wald- und Forstwirtschaft der Stadt Krefeld habe zugesagt, bei der Aufstellung des Kreuzes Hilfestellung zu geben. Kürzlich geführte Gespräche mit dem Vorsitzenden des Bürgervereins Inrath hätten ergeben, dass dieser mit dem Ingenieurbüro Kontakt aufnehmen wollte, um die Standfestigkeit der Bodenhülse und die Statik beziehungsweise Verkehrsicherung nach Aufstellung des Kreuzes zu besprechen. „Gesprächsergebnisse“, so übermittelt Eitze, „liegen bis zum heutigen Tag noch nicht vor.“

Damit ist der Stand der Dinge so weit, wie er seit dem Bericht unserer Redaktion vor fünf Monaten gewesen ist.

Quelle: (RP)

(RP-Archivfoto: Thomas Lammertz)

Hier geht es zum Artikel der RP vom 21.02.2017

Reaktion eines anderen Inrather Bürgers:
hallo du edler kreuzritter – vielleicht haben sie angst –
kreuze auf bergen sind ja fast noch schlimmer als schweinefleisch in kantinen und kitas
Das war auch schon die Befürchtung der Inrather Bürgerin, die diese Aktion ausgelöst hat.
 
 

Das Kreuz ist wieder da

Foto: Lammertz

Hier geht es zum Artikel der RP vom 24.03.2017