Neubaugebiet „Fette Henn“ in Hüls vor dem endgültigen Aus


geschrieben am: 20.09.2017 in Kategorie(n): Presse


 

W. Eitze in der Bezirksvertretung Hüls
Pressemitteilung

Hüls, 20.09.2017

Mit der freundlichen Bitte um Veröffentlichung, danke!

Neubaugebiet „Fette Henn“ in Hüls vor dem endgültigen Aus

Wie die Krefelder Lokalpresse übereinstimmend berichtet, steht der widersinnige Plan der Bebauung des Gartengeländes zwischen ‚Fette Henn‘ und ‚Hinter der Papenburg‘ vor dem endgültigen Aus. Die Stadtratsfraktion von ‚Bündnis `90/ Die Grünen‘ wird die Zerstörung des jahrzehntelang gewachsenen und einmaligen Biotops und Naturreservat mitten in Hüls nicht länger unterstützen und verweigert dem Hülser Bezirksvorsteher Hans Butzen, der seit zwei Jahren dieses Vorhaben vehement vorantreibt, aus „ökologischen Gründen“ die Gefolgschaft.

Wie auf der Homepage des parteiunabhängigen Hülser Bezirksverordneten Wolfgang Eitze schon vor Monaten zu lesen war, wird es das Baugebiet ‚Fette Henn‘ nicht geben. „Niemand baut ohne Not in einem intakten Moorkörper. Herr Butzen und Herr Hudde sollten Ihren Plan aufgeben. Von wem auch immer er stammt, er zeugt von wenig Sachverstand und von Ignoranz Mensch und Natur gegenüber und sollte bis zuletzt mit betonkopfartigem politischen Handeln doch noch durchgesetzt werden. Der Verschwendung von Steuergeldern muss Einhalt geboten werden. Die Nerven und die Gesundheit der davon betroffenen Menschen sollten geschont werden, indem der Nachbarschaftsfrieden wieder hergestellt wird. Bebauen Sie (das Stadtplanungsamt) alle hässlichen Baulücken in dieser Stadt, aber lassen Sie die Hände von einem der letzten Refugien der Natur“.

Bei dem Salto rückwärts der Grünen im Krefelder Stadtrat handelt es sich allerdings nicht um einen Endschluss der Vernunft, sondern um eine reine Verzweiflungstat. Sie sehen ihre Felle davon schwim-men und befürchten am Sonntag bei der Bundestagswahl ein niederschmetterndes Wahlergebnis, bei dem sie in Hüls in der Größenordnung für ‚Sonstige Parteien‘ und in Gesamt-Krefeld deutlich unter der 5%-Hürde landen werden. „Die Partei reagiert damit auch auf viel Kritik aus Hüls, die in den vergangenen Monaten auf die Grünen aufgrund ihrer Entscheidung für eine Wohnbebauung eingeprasselt war“. Sie befürchtet offenbar auch bei der nächsten Kommunalwahl 2020 den Verlust von mindestens einem der z.Zt. zwei Mandate in der Bezirksvertretung Hüls.

Dass jüngste Gespräche mit Fachleuten und Umweltverbänden diese Bedenken und Sorgen weiter verstärkt und zu einem Umdenken geführt hätten, spottet jeglicher Beschreibung. Seit dem 15. November 2016 liegt dem Planungsamt der Stadt Krefeld eine Stellungnahme des Geologischen Dienstes NRW vor, also einer sachlich und fachlich kompetenten Behörde. Darin wird ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass es sich bei dem geplanten Baugebiet um „als sehr schutzwürdig eingestufte Niedermoortorfböden handelt“ und „der Niedermoorstandort Seltenheitswert innerhalb der Gemarkun-gen Hüls/ Traar besitzt“. Das war auch den Grünen seitdem bekannt.
Trotzdem hatte insbesondere der Grüne stellvertretende Hülser Bezirksvorsteher Föller immer wieder für die Bebauung plädiert. Die auch mit Unterstützung aus dem Landesumweltministerium NRW in Düsseldorf von Eitze zusammen getragenen Argumente wurden offenbar zunächst als heiße Luft und Schaumschlägerei abgetan, bis jetzt wohl die Erkenntnis eingetreten ist, dass die noch einzuholenden Gutachten auf Eitzes Argumentation hinauslaufen werden.

Die Behauptung der vermeindlichen Verhinderung des Baugebietes „Hüls Südwest“, für dessen Realisierung sich CDU, SPD und FDP bereits einig sein sollen, ist an den Haaren herbeigezogen. Kurz nach der letzten Kommunalwahl 2014 hatte Bezirksvorsteher Butzen (SPD) in einem Sondierungsgespräch mit Eitze Hüls Südwest kategorisch abgelehnt. Warum sollte sich Butzen bei seinem Vorhaben BP-550 selbst im Weg stehen?
 
 
Grußformel_Eitze

 

 

 

 

 

Grüne gegen Bebauung Fette Henn (Quelle:WZ vom 19.09.2017)

Grüne lehnen B-Plan ‚Fette Henn‘ ab (Quelle: RP vom 20.09.2017)

Grüne plötzlich gegen Bebauungsvarianten (Quelle: WZ vom 20.09.2017)

Grüne steigen aus Hülser B-Plan aus (Quelle: Stadt-Spiegel vom 19.09.2017)

 

Foto_privat

Objekt der Begierde: Das Wildgelände an Fette Henn ist als Baugebiet so begehrt wie als ökologisch wertvolle Grünfläche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SPD und CDU zur Kehrtwende der Grünen (Quelle: RP vom 20.09.2017)
 
FDP-Ohlig ärgert sich über Grüne